Häufige Fragen
Hier finden Sie Antworten auf die Fragen, die uns am häufigsten erreichen. Steht Ihre Frage nicht dabei? Schreiben Sie mir einfach.
Zum Angebot
Was genau ist der Unterschied zwischen Begleitung und Therapie?
Therapie ist eine medizinische oder psychologische Behandlung, die eine Ausbildung und Zulassung voraussetzt. Ich bin keine Therapeutin. Was ich anbiete, ist Begleitung: Ich bin präsent, ich höre zu, ich helfe Jugendlichen, wieder Boden unter den Füssen zu finden – im Alltag, in der Schule, in Beziehungen. Ohne Diagnose, ohne Behandlungsplan, ohne Warteliste.
Für wen ist das Angebot gedacht?
Für Jugendliche zwischen ca. 14 und 20 Jahren, die an der Kantonsschule ins Straucheln geraten sind. Sinkende Noten, häufige Absenzen, sozialer Rückzug, Orientierungslosigkeit – das sind typische Zeichen. Und für Eltern, die nicht mehr weiterwissen und nicht monatelang auf einen Therapeutenplatz warten können.
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Was passiert, wenn mein Kind eigentlich therapeutische Hilfe braucht?
Die Realität in der Schweiz ist: PsychologInnen und PsychiaterInnen sind überlastet. Wartezeiten von mehreren Monaten sind keine Ausnahme – sie sind die Regel. Viele Familien befinden sich genau in dieser Situation: Sie wissen, dass ihr Kind Unterstützung braucht, aber der Therapieplatz lässt auf sich warten.
Genau diese Wartezeit kann ich überbrücken. Mein Angebot gibt Ihrem Kind in dieser schwierigen Phase Struktur, Präsenz und Begleitung – bis ein geeigneter Therapieplatz gefunden ist.
Wenn ich im Verlauf der Begleitung den Eindruck gewinne, dass Ihr Kind professionelle therapeutische Unterstützung braucht, spreche ich das offen an. Ich kann Ihnen bei der Suche nach geeigneten Stellen behilflich sein – aber ich möchte ehrlich sein: Auch für mich wird es nicht einfacher sein, schnell einen Platz zu finden. Die Lage auf dem Markt ist angespannt. Was ich tun kann, ist mit Ihnen gemeinsam schauen, welche Wege es gibt.
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Arbeiten Sie auch mit Jugendlichen, die in der Lehre sind?
Aktuell liegt mein Fokus auf Jugendlichen an der Kantonsschule. Eine Erweiterung auf Jugendliche in der Berufslehre ist in Planung.
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Kann mein Kind auch alleine zu Ihnen kommen – ohne dass die Eltern involviert sind?
Das Erstgespräch findet immer gemeinsam mit den Eltern statt – das ist Voraussetzung. Die weiteren Termine gehören dann Ihrem Kind alleine. Ich arbeite mit den Jugendlichen, nicht über sie.
Zum Ablauf
Wie läuft das Erstgespräch ab?
Das Erstgespräch dauert ca. 60 Minuten. Wir lernen uns kennen, klären Erwartungen und schauen gemeinsam, ob die Chemie stimmt.
Wie oft finden die Termine statt?
In der Regel treffen wir uns einmal wöchentlich, um eine kontinuierliche Begleitung zu gewährleisten. Der Rhythmus kann aber angepasst werden.
Kann das Erstgespräch auch bei uns zuhause stattfinden?
Das ist ein verständlicher Wunsch – und ich erkläre gerne, warum ich bewusst einen anderen Ort wähle.
Das Zuhause ist für viele Jugendliche ein aufgeladener Ort. Es ist der Ort, wo Konflikte entstehen, wo Erwartungen spürbar sind, wo die Dynamik zwischen Eltern und Kind bereits eingeschrieben ist. Genau diese Dynamiken möchte ich im Erstgespräch bewusst aussen vorlassen.
Ein neutraler Ort – gemütlich, aber nicht privat – schafft Raum für ein anderes Gespräch. Ihr Kind kann sich anders zeigen, wenn es nicht auf dem eigenen Sofa sitzt. Und auch Sie als Eltern können sich anders öffnen, wenn Sie nicht in Ihrer eigenen Küche sitzen.
Deshalb finden alle Erstgespräche in Räumlichkeiten in Aarau statt. Die Atmosphäre ist warm und entspannt – aber bewusst neutral.
Was machen Sie in den wöchentlichen Terminen konkret?
Das variiert. Wir reden, wir gehen spazieren, wir trinken einen Kaffee. Manchmal töpfern wir, manchmal schauen wir gemeinsam auf den Schulalltag. Ich bereite jeden Termin individuell vor und nach. Es gibt keinen fixen Ablauf – aber einen klaren Rahmen.
Was passiert nach den 6 Wochen?
Die Begleitung endet nach 6 Wochen mit einem bewussten, strukturierten Abschluss. Das ist die Regel – und das ist so gewollt. Ziel ist, dass Ihr Kind wieder auf eigenen Beinen steht. In seltenen Ausnahmefällen sind Einzelsitzungen im Anschluss möglich.
Müssen wir als Eltern während der Begleitung informiert werden?
Die Termine gehören Ihrem Kind – ich berichte nicht über Gesprächsinhalte. Was zwischen uns besprochen wird, bleibt vertraulich. Eine Ausnahme gibt es: Bei konkreten Hinweisen auf eine Gefährdung bin ich verpflichtet, die zuständigen Stellen zu informieren. Das erkläre ich transparent im Erstgespräch.
Kann mein Kind die Begleitung jederzeit abbrechen?
Ja. Die Teilnahme ist freiwillig – das ist Grundvoraussetzung. Wenn Ihr Kind nicht mehr möchte, wird das respektiert. Bereits bezahlte und noch nicht erbrachte Leistungen werden zurückerstattet abzüglich einer
Zu Kosten und Zahlung
Was kostet das Angebot?
Das Erstgespräch kostet CHF 200.– , zahlbar vor Ort bar oder per Twint. Das 6-Wochen-Paket kostet CHF 1'200.– – aufgeteilt in zwei Raten von je CHF 600.–.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Da es sich um eine pädagogische Begleitung und nicht um eine Therapie handelt, werden die Kosten in der Regel nicht von der Krankenkasse übernommen.
Was passiert, wenn wir einen Termin absagen müssen?
Absagen sind bis 48 Stunden vor dem Termin kostenlos. Bei späterer Absage wird ein Ausfallhonorar von CHF 100.– verrechnet. Bei unentschuldigtem Fernbleiben wird der volle Terminsatz von CHF 200.– in Rechnung gestellt.
Gibt es eine Möglichkeit, das Angebot finanziell zu unterstützen – z.B. über Stiftungen?
Es gibt in der Schweiz verschiedene Fonds und Stiftungen, die Familien in finanziellen Notsituationen unterstützen – zum Beispiel die Schweizerische Stiftung für Kinder und Jugendliche in Not oder kantonale Fonds über den Sozialdienst Aargau. Diese kommen jedoch primär für Familien in ausgewiesener finanzieller Notlage infrage.
Ich möchte ehrlich mit Ihnen sein: Einen Beitrag für eine Begleitdienstleistung wie meine über Stiftungsgelder zu erhalten, ist nicht einfach und in den meisten Fällen nicht möglich.
Was ich Ihnen anbieten kann: Wenn die finanzielle Situation ein echtes Hindernis darstellt, sprechen Sie mich an. Ich schaue gemeinsam mit Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt – und ob eine Lösung gefunden werden kann.
Für Jugendliche direkt
Muss ich das wollen – oder kommen meine Eltern einfach so mit mir?
Du musst das wollen. Ich arbeite nur mit Jugendlichen, die freiwillig dabei sind. Wenn du nicht möchttest, werde ich das respektieren. Punkt.
Was erzählst du meinen Eltern von unseren Gesprächen?
Nichts. Was zwischen uns besprochen wird, bleibt zwischen uns. Deine Eltern erfahren nicht, was du mir erzählst.
Müssen wir die ganze Zeit reden?
Nein. Wir können spazieren gehen, einen Kaffee trinken, schweigen. Ich werde dich nicht mit Fragen überhäufen. Du gibst das Tempo vor.
Was bist du eigentlich genau?
Keine Therapeutin, keine Psychologin, keine Lehrerin – zumindest nicht für dich. Ich bin jemand, der zuhört. Jemand, der weiss, wie es sich anfühlt, wenn plötzlich nichts mehr geht. Und jemand, der glaubt, dass du das schaffst.
Und wenn ich nach ein paar Wochen merke, dass es mir nichts bringt?
Dann sag es mir. Ehrlich. Wir schauen gemeinsam, was wir ändern können – oder wir beenden es. Du bist nicht verpflichtet, weiterzumachen.